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Wächterlymphknotenbiopsie (Sentinel Node Biopsie)

blau gefärbter Sentinel Lymphknoten

 

Da eine Metastasierung des Melanoms häufig in die regionären Lymphknoten im Bereich des Halses, der Achselhöhlen oder der Leisten erfolgt, wird in diesen Lokalisationen der Wächterlymphknoten entnommen, d. h. der erste drainierende Lymphknoten wird exzidiert. Um diesen aufzufinden, wird an der OP-Narbe ein Kontrastmittel eingespritzt, das zum Lymphknoten abfließt. Dieser wird mittels Lymphabstrom-Szintigraphie aufgesucht. Orientiert an den Untersuchungsergebnissen wird der Lymphknoten anschließend operiert. Dabei handelt es sich um eine kleine Operation, die in Lokalanästhesie durchgeführt werden kann. Der Schnitt ist etwa 3 cm lang. Anschließend wird eine sorgfältige feingewebliche Untersuchung vorgenommen, die zeigt, ob bereits Tumorzellen in Lymphknoten auffindbar sind. In Abhängigkeit davon (die Ausdehnung der Tumorformationen ist entscheidend) wird eventuell eine Empfehlung für eine weitergehende Lymphknoten-OP gegeben.