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Adjuvante Therapie

Unter adjuvanter Therapie wird eine vorsorgliche Therapie verstanden, so lange noch keine Tumorabsiedlungen erkennbar sind. Es ist möglich, dass sich bereits einzelne Tumorzellen abgesiedelt haben, die man mit bildgebenden Untersuchungen noch nicht erkennen kann. Diese können über Jahre in einem Schlafzustand verharren, um dann erkennbare Tumorabsiedlungen zu bilden.

Beim Melanom haben sich für die vorsorgliche Therapie Chemotherapien nicht bewährt, aus diesem Grund kann zurzeit davon nur generell abgeraten werden. Eine Stimulierung des Immunsystems ist mit einer Senkung des Risikos für Tumorrezidive verbunden. Körpereigene Abwehrhormone in Form von Interferon alpha haben sich hier bewährt. Eine adjuvante Therapie wird bei primären Tumoren mit mehr als 1,5 – 2 mm Tumordicke und bei Tumorzell-Absiedlungen in den Lymphknoten empfohlen.

In der Regel wird das Interferon 3x/wöchentlich unter die Haut gespritzt. Am Anfang kann es zu Fieber und Grippe-ähnlichen Symptomen kommen. Die Interferone werden auch bei einer Virus-Infektion vom Körper selbst freigesetzt und verursachen die Symptome, die wir bei Grippe kennen. Der Körper gewöhnt sich an die Interferon-Spritzen in 3 – 4 Wochen. Danach besteht noch eine Minderung der Leistungsfähigkeit, aber eine normale Arbeitstätigkeit ist in der Regel möglich.