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    Sonnenschutzkleidung für Albinos in Tansania

    Die afrikanischen Albinos haben eine depigmentierte weiße Haut und helle gelbliche Haare. Manche haben noch versprengte Pigmente in der Haut.

    In Ostafrika leben insgesamt zirka 1 Millionen Albinos, die besonders gefährdet für die Entwicklung von Hautkrebs sind, und die bereits in jungen Jahren viele Hautkrebse entwickeln. Der Vererbungsmodus der Albinogene ist autosomal rezessiv. Nur wenn von beiden Elternteilen ein erkranktes Gen vererbt wird, entsteht die fehlende Pigmentierung. Insofern können auch zwei schwarze Elternteile ein Albinokind bekommen.

    Weil die Albinobevölkerung lange diskriminiert wurde und immer noch diskriminiert wird, haben sich viele Albinos in eigenen Dörfern angesiedelt und heiraten untereinander. Die Kinder sind dann immer depigmentiert.

    Die Albinos sind bisher schlecht über den Zusammenhang zwischen UV-Strahlung und Hautkrebsentstehung aufgeklärt. Vor allem fehlt es an Schutzkleidung. In Moshi ist unter der Leitung von Professor Henning Grossmann ein dermatologisches Trainingscenter aufgebaut worden, das auch die operative Versorgung von Albinopatienten mit Hautkrebs übernommen hat. An diesem Zentrum hat sich eine Gruppe formiert, die Aufklärung in Albinodörfern betreibt und die Albinos mit Sonnenschutzkleidung versorgt. Eine zentrale Stellung in diesem Projekt hat der Albino John.

     

    Der Verein für die Bekämpfung des Hautkrebses sammelt Gelder, um Sonnenschutzkleidung für Albinos zu finanzieren. Um einen Albino mit einem breitkrempigen Hut, langärmligen Hemden und Hosen auszurüsten sind ca. 20,- Euro erforderlich.

     

     

    Bereits in jungen Jahren entstehen erhebliche Sonnenschäden an der Haut und in der Folge entstehen Plattenepithelkarzinome. Hier ein größeres ulzeriertes Plattenepithelkarzinom an der linken Wange.
    Bei diesem jungen Mann entstanden bereits viele Plattenepithelkarzinome sowie auch eine Lymphknotenmetastasierung, die operativ entfernt wurde.
    Eine 22-jährige Albinofrau mit einem ausgedehnten Plattenepithelkarzinom an der Kopfhaut.
    Der Albino John, der im Rahmen des Projekts „Sonnenschutz für Albinos“ Sonnenschutzkleidung unter den Albinos verbreitet und diese selbst trägt.
    Die Mannschaft des Regional Dermatology Training Centre in Moshi am Fuße des Kilimandscharo.